Unser Programm für die VG Wörrstadt


 

Grüne Ideen für die VG Wörrstadt - Hier für morgen! 

Unser Programm zur Kommunalwahl (beschlossen auf der Mitgliederversammlung am 11. März)

Der Schutz unserer natürlichen Lebensgrundlagen und begrenzten Ressourcen stehen genauso im Mittelpunkt unserer GRÜNEN politischen Aktivitäten, wie Bildungsgerechtigkeit, soziale Teilhabe und soziales Miteinander. Kurzum alles was unsere Verbandsgemeinde (VG) lebenswerter macht.

Im VG-Rat konnten wir GRÜNEN mit unserer Ratsfraktion und unserem ehrenamtlicher Beigeordneter seit 2004 die Verbandgemeinde schon ein gutes Stück zu einer klimafreundlichen und zukunftsfähigen Kommune weiterentwickeln. Dank unserer Unterstützung wurden zwei Ganztagsschulen eingerichtet, die erweiterte Betreuung am Nachmittag und in den Ferien für Schüler*innen neu angeboten sowie die Schulsozialarbeit eingeführt. Damit haben wir den veränderten Bedürfnissen von Eltern und Schüler*innen Rechnung getragen.

Unsere VG ist Vorzeigekommune im Klimaschutz! Mit der Gründung der Anstalt öffentlichen Rechts (AöR) und die Übernahme der Verteilnetze (Strom und Gas) durch die Ortsgemeinden sind wesentlichen Teile der Daseinsvorsorge wieder in kommunaler Hand.

Mit unserem Beigeordneten Karl Franz Ruggaber und  seiner unermüdlichen Arbeit haben wir die Tourismusförderung in der VG vorangetrieben. Die VG ist inzwischen Anziehungspunkt für Rad- Wander- und Weintouristen. Das VG-Radwegenetz ist beispielhaft und der zertifizierte Prädikatswanderweg „Hiwweltour Neuborn“ ist ein Novum in der VG, der über die Grenzen der VG bekannt ist.

Die „Jamaika-Zusammenarbeit “ hat seit 2004 im VG-Rat die Verbandsgemeinde für die Zukunft fit gemacht. Selbstverständlich bleibt die Zeit nicht stehen und viele neue Herausforderungen müssen angepackt werden.

Unsere Ziele und Vorhaben für die nächste Wahlperiode findest Du im Folgenden dargestellt.

Nur mit Deiner Stimme können wir diese angehen! Daher: Am 26. Mai GRÜN wählen!

 

1. Hier blüht es – für Bienen, Insekten und mehr Vielfalt!

Klimawandel, Schadstoffe im Wasser und Flächenverbrauch zehren an den Lebensgrundlagen der kommenden Generationen. Das ist nicht unsere Vorstellung von einer lebenswerten Umwelt!

In den letzten Jahren haben wir uns unter anderem für weitere Renaturierungsflächen  sowie für die Umsetzung des  integrierten Landschaftsschutzkonzeptes (ILEK) stark gemacht. Mit dem ILEK sollen künftig Biotope und Schutzzonen in einer landwirtschaftlich intensiv genutzten Kulturlandschaft vernetzt werden. Wir GRÜNEN wollen neue Nahrungs- und Bruthabitate für Bienen, Vögel und Schmetterlinge schaffen. Hier zählt jede naturnahe Fläche, die für heimische Pflanzen- und Tierarten erhalten bleibt oder neu angelegt wird: Vom Balkonkasten, den begrünten Vorgarten, über die Verkehrsinsel bis zum Blühstreifen neben dem Acker! Unverzichtbar ist die Wertschätzung des ehrenamtlichen Engagements im Umwelt- und Naturschutz.

  • Wir wollen, dass das vorliegende integrierte Landschaftsschutzkonzepts (ILEK) konsequent umgesetzt wird. Dazu gehört für insbesondere die Arbeit des ILEK-Managers zu stärken, um die Interessen von Landwirtschaft, Naturschutz, Gemeinden und Tourismus nachhaltig miteinander zu verknüpfen. Dazu ist der ILEK-Manager grundsätzlich in die Bauleitplanungen einzubinden.

  • Wir möchten mit den Landwirt*innen und Winzer*innen über die Schaffung von Blühstreifen entlang ihrer landwirtschaftlichen Flächen ins Gespräch kommen. Die Personalkapazität im Bereich Feldschutz ist auszuweiten.

  • Die Nitrat- und Pestizideinträge in unsere Böden und Bäche sind zu hoch und müssen gesenkt werden. Deshalb wollen wir, gemeinsam mit der Landwirtschaft, Projekte im Rahmen des Landesprogramms „Gewässerschonenden Landwirtschaft“ starten, um unsere Böden und unser Grundwasser zu schützen.

  • Artenreiche und auch in der Freizeit erlebbare Gewässer sind uns ein wichtiges Anliegen. Wir setzen uns dafür ein, dass die Fördermittel des Landes zur Wiederherstellung der ökologischen Funktionsfähigkeit von Gewässern hierfür genutzt werden. Gute Beispiele von Renaturierungsprojekten in der VG konnten bereits angestoßen werden.

  • Wichtige Lebensräume für Tiere und Pflanzen dürfen nicht weiter zerstört werden. Die bestehenden Schutzgebiete müssen erhalten und ggf. erweitert werden, z.B. mit Ausgleichsflächen innerhalb des Gebiets der VG.

  • Wir stehen für mehr Blühflächen auch innerhalb der Orte. Die VG soll „Aktion Grün“-Kommune (Initiative des rheinland-pfälzischen Umweltministeriums) werden. Wir unterstützen auch weitere Baumpflanzungen sowie das Anlegen von Streuobstwiesen in der VG.

  • Wir setzen uns für eine Erhebung der kommunalen "Eh-da"-Flächen (ehemalige Spielplätze, Straßenränder, Dämme, Graswege) ein, mit dem Ziel, ihren Nutzen als Trittstein- oder Linearbiotope in den Ortschaften bzw. der Landschaft zu erhalten und ggf. zu steigern. Ein Gewinn für die Natur und auch für den kommunalen Geldbeutel, da nach Etablierung der Biotope in der Regel die Kosten für die Pflege niedriger liegen.

  • Wir bringen alle Akteure im Bereich Umweltschutz in unserer VG, wie Umweltverbände, Lokale Agenda21, insbesondere die ökologische, regionale Landwirtschaft und private Initiativen weiterhin zusammen und unterstützen sie.

  • Mit mehr Naherholungsflächen mit schönen Sitzplätzen im Grünen schaffen wir Lebensqualität für alle. Wir treten auch für die naturnahe Gestaltung von Spielflächen ein.

  • Eine Stärkung der praktischen Umweltbildung in Schulen und Kitas ist uns wichtig.

  • Informationen zum pflegeleichten und artenreichen Gärtnern werden wir interessierten Gartenbesitzern bereitstellen, um die Anzahl von „Stein- und Schotter-Vorgärten“ zu verringern und dadurch die biologische Vielfalt zu stärken.

 

2. Hier wird Klimaschutz großgeschrieben!

Die größte Bedrohung für unsere Lebensgrundlagen ist und bleibt der Klimawandel. Das Jahr 2018 hat die Klimaveränderungen erneut weltweit spürbar gemacht. Nur mit entschlossenem Handeln vor Ort lassen sich die Ursachen des Klimawandels reduzieren - denn Klimaschutz und die dezentrale Energiewende passieren vor Ort. Wir wollen in der VG weiterhin mit gutem Beispiel voran gehen. 

Modellkommune: 100% erneuerbare Energien

Wir GRÜNEN tragen seit Jahren maßgeblich dazu bei, dass Erneuerbare Energien, Klimaschutz und Energiesparen in der VG schon vorbildlich angewandt werden. Anknüpfend an die bereits erzielten Erfolge, wie

  • 100%-Stromversorgung mit erneuerbaren Energien in der VG bereits seit 2012 (aktuell sogar über 130%).
  • Straßenbeleuchtung in den Ortsgemeinden wurde komplett auf LED umgestellt.
  • Energetische Sanierung vieler öffentlicher Gebäude.
  • Hocheffiziente Erzeugung von Strom und Wärme in vielen öffentlichen Einrichtungen durch Blockheizkraftwerke (BHKW) und dem Einsatz von erneuerbaren Energien.
  • Deckung des Energiebedarfs der Zentralkläranlage in Saulheim durch Faulturm mit angeschlossenem BHKW.
  • Teilnahme der Verwaltung am European Energy Award (EEA) als Qualitätsmanagementsystem für kommunale Energieeffizienz und Klimaschutz.
  • Installation von E-Ladesäulen zur Förderung der E-Mobilität.

Wir GRÜNEN wollen die Reduzierung der CO2 Emissionen, die Energieeinsparung und die Steigerung der Energieeffizienz durch konkrete Maßnahmen gemeinsam mit Bürger*innen sowie lokalen Akteuren weiter vorantreiben.

  • Die energetische Sanierung der VG-eigenen Gebäude bringen wir weiter voran. Dazu gehört auch, die energetische Sanierung der Schulgebäude in der VG zu vervollständigen.
  • Für die Energiewende werden wir die Nutzung regenerativer Energien sowie die Energieeffizienz in kommunalen Gebäuden weiter fördern. Wir setzen uns dafür ein, dass in Neubaugebieten der Einsatz von Nahwärmeversorgungen geprüft wird.
  • Wir stehen für eine Solaroffensive - das Potenzial der Solarenergie auf öffentlichen und privaten Dächern wollen wir weiter steigern.
  • Wir werden weitere Maßnahmen aus dem Klimaschutzkonzept der VG für eine „Wärmewende“ aufgreifen und umsetzen. Dazu unterstützen wir insbesondere das laufende Quartiersmanagement in fünf Ortsgemeinden.
  • Der weitere Ausbau des Energiesparprogramms der VG („Energiesparrichtlinie“) ist uns ein wichtiges Anliegen.
  • Die Energieberatung gilt es weiterhin auf hohem Niveau anzubieten und fortzuführen, um das große CO2-Einsparpotenzial im Gebäudebestand zu erreichen. Als positiver Nebeneffekt wird durch eine energetische Sanierung der Wohnkomfort der Bewohner*innen bei geringeren Energiekosten erhöht.
  • Auch aus unserem Abwasser kann Energie werden: Wir wollen den vorhandenen Klärschlamm in den Kläranlagen durch interkommunale Zusammenarbeit zur Stromerzeugung und Wärmeproduktion nutzen.
  • Die Mobilität der VG-Verwaltung wollen wir weiter durch E-Bikes, Carsharing und die Nutzung von Jobtickets erweitern.

 

3. Hier gibt es attraktive und klimafreundliche Mobilität

Rheinland-Pfalz ist ein Pendlerland: 1,1 Millionen Menschen pendeln hier täglich zu ihrem Arbeitsplatz – auch viele der Bürgerinnen und Bürger unserer VG sind auf das Pendeln angewiesen.

Sei es für den Arbeitsweg oder im Alltag: Immer mehr Menschen nutzen das Rad oder kombinieren, je nach Entfernung des Fahrtziels, verschiedene Verkehrsmittel. Für dieses Umdenken - weg vom Auto, hin zu einer vielfältigen und optimierten Mobilität – wollen wir GRÜNEN uns für eine konsequente Verkehrswende einsetzen. Wir stehen für Alternativen zum motorisierten Individualverkehr, mit denen alle schnell und komfortabel, aber auch klimafreundlich ans Ziel kommen. Dies erreichen wir mit einem gut ausgebauten, attraktiven ÖPNV auf Straßen und Schienen, gut ausgebauten und sicheren Fahrrad- und Fußwegen und der Umstellung auf E-Mobilität.

Der Nahverkehr auf der Schiene wird in der VG schon gut angenommen. Um seine Attraktivität zu steigern, sind jedoch einige Verbesserungen notwendig, wie eine bessere Taktung zu den Hauptverkehrszeiten, der barrierefreie Ausbau von Bahnhöfen sowie der Ausbau der Bahnstrecke. Aber auch die Zuverlässigkeit und Pünktlichkeit der Züge muss sich klar verbessern. Bei den Buslinien ist zu prüfen, wie deren Angebot für alle Nutzergruppen verbessert werden kann. Die VG hat, insbesondere für eine touristische und private Radnutzung, das Radwegenetz als Verbindung zwischen den Ortsgemeinden ausgebaut. Dies gilt es fortzuführen. Darüber hinaus wollen wir GRÜNEN das Radfahren im Alltag fördern, um den wachsenden Autoverkehr und Stellplatzbedarf abzumildern.

  • Wir streben die kontinuierliche Verbesserung des Angebots der öffentlichen Verkehrsträger Bahn und Bus an.

  • Die Förderung von Mitfahrmöglichkeiten und die Etablierung von Car-Sharing Modellen gilt es anzugehen.

  • Wir setzen uns für einen 2-gleisigen Ausbau der Bahnstrecke ein. Vor Ort müssen wir den Platz dafür freihalten, z.B. über den nächsten Flächennutzungsplan.

  • Die Bahnhöfe Armsheim und Saulheim müssen barrierefrei ausgebaut werden.

  • Innerorts in Wohngebieten streben wir Tempo 30 an.

  • Die Beratungsangebote der „Lotsenstelle alternative Antriebe“ bei der Energieagentur Rheinland-Pfalz werden wir nutzen, um die Elektromobilität vor Ort zu fördern.

  • Wir stehen für eine Verbesserung der Busanbindungen aller Ortsgemeinden sowie für einen Busverkehr als Ortsverkehr für die großen Gemeinden (Wörrstadt und Saulheim), der zudem die Gewerbegebiete anbindet.

  • Bürgerbusprojekte und Anruf-Sammeltaxis sind für uns eine Ergänzung zum Linienverkehr. Dazu gehört für uns auch das „VG-Busje“, das derzeit sehr gut angenommen wird. Dank dem ehrenamtlichen Engagement vieler Mitbürger*innen kann die Nachfrage befriedigt werden. Die Ausweitung des Angebots wollen wir prüfen.

  • Wir setzen uns dafür ein, dass innerörtlich die Nutzung des Fahrrads sicherer und attraktiver wird. Die Verbindungen zwischen den Ortschaften müssen alltagstauglich werden.  Hierzu ist ein Radverkehrs-Beauftragte*r erforderlich.

 

4. Hier wird sanfter Tourismus rheinhessenweit gedacht – ein Gewinn für unseren Mittelstand

Der Tourismus entwickelt sich seit Jahren zu einem wichtigen Standortfaktor. Inzwischen ist er zu einer Domäne für kleine und mittlere Betriebe in unserer VG geworden. Mit Blick auf andere Tourismusregionen sehen wir, dass jede Investition in den Tourismus die Wohn- und Lebensqualität der einheimischen Bevölkerung erhöht und positive Impulse auf viele andere Wirtschaftsbereiche hat. Dies ist ein bedeutender Faktor bei der Ansiedlung neuer Unternehmen und der Gewinnung von qualifizierten Mitarbeiter*innen.

Mit unserem starken Engagement zur Gründung und bei der Gestaltung der Tourismus GmbH in unserer VG, haben wir GRÜNEN maßgeblich dafür gesorgt, dass wir innovativ in unserem kommunalen Engagement im rheinhessischen Tourismus geworden sind.

Nun streben wir die nächste Entwicklungsstufe an: Eine enge, interkommunale Zusammenarbeit mit weiteren angrenzenden Verbandsgemeinden. Ziel ist es, ein Höchstmaß an Professionalisierung, eine höchst mögliche Effizienz der öffentlichen Mittel und eine klare Ausrichtung auf die Tourismusstrategie Rheinhessens zu erreichen.

  • Wir fördern vor Ort den nachhaltigen Tourismus/ Naturtourismus. Im Fokus stehen für uns Naturerlebnisse wie Wandern und Radfahren.

  • Wir setzen uns für eine Fortentwicklung des nachhaltigen Tourismus in der VG ein sowie für die Vernetzung unserer Tourismus GmbH mit weiteren Verbandsgemeinden – denn Tourismus muss als gemeinsame Aufgabe gedacht werden.

  • Wir stärken die Tourismusförderung mit dem weiteren Ausbau der touristischen Infrastruktur - auch als Beitrag zur Entwicklung der Tourismusregion Rheinhessen.

  • Mit unserem Tourismuskonzept etablieren wir einen zukunftsfähigen, mittelstandsfreundlichen Wirtschaftszweig in unserer VG. Damit schaffen wir zusätzliche Einkommensmöglichkeiten und Arbeitsplätze direkt vor Ort.

  • Wir prüfen, wie die Tourismusangebote vor Ort möglichst barrierefrei gestaltet werden können.

  • Wir setzen uns für die Schaffung von regionalen Vermarktungsmöglichkeiten ein. Unsere Unterstützung haben lokale Läden und Märkte, wie der Wörrstädter Bauernmarkt, in denen Produkte aus der Region verkauft werden.

 

5. Hier sind Chancen zuhause – für mehr Vielfalt

Alte, Kinder, Junge, neue Einwohner*innen, alteingesessene Rheinhess*innen, Familien, Geflüchtetetypo3/, Großfamilien, Singles - wir alle gehören zur VG. Wir leben hier, wir gestalten hier unseren Lebensraum. Zu einem „Sozialen Miteinander“ gehört ein harmonisches, lebenswertes Miteinander von Jung und Alt und eine menschenwürdige Integration von Flüchtlingen – dafür werden wir auch in der kommenden Wahlperiode einstehen.

Betreuung für die Kleinsten - Alle Potenziale für benötigte Plätze ausschöpfen

Wir GRÜNEN orientieren uns in unserer Politik am individuellen Bedarf der verschiedenen Familien. Wir wollen, dass jedes Kind gute Startbedingungen und ein gutes Aufwachsen hat, unabhängig vom Geldbeutel der Eltern oder der Herkunft.

Familien mit Kindern sind auf gute Bildungseinrichtungen in den Dörfern und Orten unserer VG angewiesen. Unsere Gemeindentypo3/ und freien Träger legen hier den Grundstein mit den Kindertagesstätten vor Ort. Doch es stehen einige Herausforderungen an: Gesetzliche Anforderungen stellen Träger immer wieder vor bauliche Herausforderungen, Plätze und Fachkräfte sind Mangelware und der Ausbau hat mit der Entwicklung nicht Schritt gehalten.

Wir benötigen daher eine Kitaoffensive in der VG. Unsere Dörfer und Orte wollen wir bei diesem Prozess von Seiten der VG unterstützen, z.B. durch Unterstützung bei Standortentscheidungen für neue Kitas und bei der Erstellung von Bauanträgen. Bedürfnisse und Notwendigkeiten müssen gesammelt und gebündelt an das zuständige Jugendamt des Landkreises gemeldet werden. Alle Akteure vom freien Träger, über die Orts- und Verbandsgemeinde bis hin zur Kreisverwaltung müssen auf kommunaler Ebene zusammenarbeiten. Bauliche Erweiterungen und Neubauten sind schnellstmöglich umzusetzen.

  • Wir werden in Kindertagesstätten bedarfsgerechte Öffnungszeiten ermöglichen, eine gute Betreuung und gutes Essen sicherstellen und die Plätze entlang einer kontinuierlichen Bedarfsplanung ausbauen.

  • Wir stehen für eine Unterstützung in erster Linie der kleinen Ortsgemeinden, um die zukünftigen Anforderungen an Betreuung zu stemmen.

  • Es bedarf insbesondere einer besseren Kita-Bedarfsplanung von Seiten des Kreises. Hier ist uns ein engerer Austausch mit dem Landkreis wichtig, um frühzeitig über neue Baugebiete zu informieren. Die Übertragung von KiTa-Trägerschaft/ Personalverantwortung auf die VG ist zu prüfen, um gerade kleine Ortsgemeinden zu entlasten und diese wichtige Aufgabe fachlich besser bündeln zu können.

  • Wir prüfen, inwieweit Orte der Begegnung vor Ort für Familien wie Familienzentren, Häuser der Familie, Mehrgenerationenhäuser und Lokale Bündnisse für Familie durch die VG unterstützt und aufgebaut werden können.

Bildung für unsere Grundschüler - Qualitätsstandards für die Ganztagsbetreuung

GRÜNE Bildungspolitik steht für Bildungsgerechtigkeit. Wir stehen für eine gebührenfreie Bildung von Anfang an. Die Politik ist aus unserer Sicht deshalb dazu verpflichtet, den Ausbau der Ganztagsschulen und der Kindertagesstätten zur besseren Vereinbarkeit von Familie und Beruf auszubauen, bei dem die Kinder neben einer gesunden Ernährung von pädagogischen Angeboten in den Nachmittagsstunden profitieren. Bereits seit Jahren sind wir als VG hier Vorreiter: Wir verfügen über ein flächendeckendes Netz von Grundschulen mit Ganztagsangebot. Wir wollen Schule am Nachmittag als Lern- und Lebensraum entwickeln, in dem Kinder gezielt Basiskompetenzen erlernen und spielen können.

Nun gilt es das Erreichte weiter zu entwickeln:

  • Wir halten eine Konzeptentwicklung zur inhaltlichen Verbesserung des Ganztagsangebotes für notwendig. Wir wollen Schule am Nachmittag als Lern- und Lebensraum entwickeln, in dem Kinder gezielt Basiskompetenzen erlernen und spielen können.

  • Wir setzen uns für einen benötigten Ausbau der Schulsozialarbeit an unseren Grundschulen ein. Schulsozialarbeiter*innen sind unverzichtbare Bindeglieder zwischen schulischen Anforderungen und den individuellen Bedürfnissen der Schüler*innen.

  • Uns ist eine gesündere Essensversorgung am Mittag wichtig, die für jeden Geldbeutel bezahlbar bleibt. Dazu gehört für uns frisch zubereitetes Essen mit Zutaten aus der Region. Bio muss mit den richtigen Konzepten auch nicht zwangsläufig teurer sein.

  • Wir stehen für eine Unterstützung privater Initiativen in der Ganztagsbetreuung.

  • Wir setzen uns dafür ein, dass unsere Bildungseinrichtungen das Angebot der Vernetzungsstelle Kindertagesstätten- und Schulverpflegung annehmen.

Jugendarbeit vor Ort und in der VG weiterentwickeln

Wir GRÜNEN wollen Jugendlichen die gleichberechtigte Teilhabe an den sozialen, ökonomischen und kulturellen Ressourcen der Gesellschaft ermöglichen. Denn wir brauchen Jugendliche, die ihr Leben selbst gestalten und über ihre Zukunft bestimmen. Die Friday für Future Bewegung zeigt wie stark sich Jugendlichen engagieren wollen

Unsere VG-Jugendarbeit kann sich sehen lassen: Ferienspiele, ein überregionales Musikfestival in Eigenregie und das VG Streetworker-Konzept gilt es zu bewahren und weiterzuentwickeln. Ein attraktiver Treffpunkt für junge Menschen sollte in jedem Ort unserer VG selbstverständlich sein.

  • Wir streben eine bessere Unterstützung der Ortsgemeinden bei der Bereitstellung von qualifizierten Angeboten im Jugendbetreuungsbereich, im besten Fall durch selbstverwaltete Jugendzentren. Dazu gehören auch Angebote speziell für Mädchen.

  • Wir unterstützen die Jugendlichen und die VG Jugendpflege bei der Schaffung von Jugendräumen und deren qualifizierter Betreuung an.

  • Wir fördern die Einrichtung einer kommunalen Jugendvertretung.

Hilfe für Geflüchtete - konsequente Unterstützung der ehrenamtlichen Flüchtlingshelfenden

Wir GRÜNE stehen für eine weltoffene, vielfältige Gesellschaft, die menschenfeindlichen Ideologien klar entgegentritt. Denn diese verhindern Integration und gefährden den gesellschaftlichen Zusammenhalt. Allen Versuchen, unsere Gesellschaft durch Ausgrenzung oder rassistische Diskriminierung zu spalten, treten wir entschieden entgegen.

Für uns ist klar, dass die Basis gelingender Integrationspolitik auf der Teilhabe aller in dieser Gesellschaft beruht. Wir wollen gute Bedingungen für eine gelingende Integration schaffen. Allein durch das immense bürgerschaftliche Engagement in der VG, wurde es möglich, geflüchtete Menschen bei uns zu integrieren.

  • Zusammen mit den Akteuren vor Ort, werden wir ein kommunales Integrationskonzept erarbeiten.

  • Wir setzen uns in der VG für die weitere Finanzierung der Kleiderkammer sowie der hauptamtlichen Koordination und Unterstützung für unsere ehrenamtliche Flüchtlingshilfe ein.

  • Unverzichtbar sind für uns Integrations- und Beratungsangebote vor Ort.

  • Wir werden uns weiterhin jeder rechtspopulistischen Kundgebung und Demo in unserer VG entschieden entgegenstellen. Rassismus und Diskriminierung haben bei uns keinen Platz.

Senioren und Menschen mit Behinderung in den Blick nehmen

Mit dem Generationenbüro ist uns der nächste Entwicklungsschritt in der Seniorenarbeit gelungen. Auch der Bürgerbus ist hier ein wichtiger Mosaikstein im Abbau von Barrieren für mobilitätseingeschränkte Menschen.

  • Wir setzen uns ein für einen Ausbau in der Tagespflege für Senioren.

  • Wir fordern die Umsetzung der gesellschaftlichen Teilhabe für Menschen mit Behinderung, unter anderem mit einem lokalen Aktionsplan in unserer VG.

  • Die Barrierefreiheit im ÖPNV und der Zugang von öffentlichen Einrichtungen muss weiter ausgebaut werden.

Ehrenamt und bürgerschaftliches Engagement

Nachbarschaftsbörsen, Dorfentwicklungskreise, Vereine und Feuerwehren, Sportler*innen und Familienpat*innen - in unseren Gemeinden ist einiges los. Dieses bürgerschaftliche Engagement werden wir weiter stärken.

  • Wir setzen uns für eine neue Form der Anerkennung vorbildlichen ehrenamtlichen Engagements ein. Nach dem Kulturpreis der VG wollen wir uns nun für einen Ehrenamtspreis stark machen, um vorbildliche Initiativen vor Ort damit zu unterstützen.

  • Wir stehen für neue Möglichkeiten des Austauschs, sei es für die Ehrenamtlichen untereinander oder um neue Netzwerke zu etablieren.

Viele Lebenslagen, viele Aufgaben – einen eigenen Fachbereich „Soziales, Bildung und Generationen“ schaffen

Vielfältige Anforderungen werden an die VG als moderner, kommunaler Dienstleister gestellt. Derzeit sind die Ansprechpartner*innen für diese Fragestellungen auf viele unterschiedliche Ressorts verteilt. Wir möchten, dass diese Aufgaben in einem eigenständigen Fachbereich „Soziales, Bildung und Generationen“ in der VG gebündelt wird, um Synergien zu nutzen und dem Bereich das adäquate Gewicht beizumessen.

 

6. Hier sind wir Zuhause: Möglichkeiten für bezahlbaren Wohnraum ausschöpfen!

Vier Wände und ein Dach über’m Kopf: Wohnen ist ein existenzielles Grundbedürfnis jedes Menschen. Doch bezahlbarer Wohnraum wird auch in unserer VG immer knapper. Inzwischen sind auch bei uns extreme Preissteigerungen für Mieten und Bauland Realität. Unsere Ortsgemeinden und die Stadt Wörrstadt wachsen und die Nachfrage ist weiterhin ungebrochen, aber Boden ist ein nicht vermehrbares Gut. Städte und Gemeinden steuern, welche Nutzung auf welchen Flächen im Gemeindegebiet erfolgen darf. Somit haben sie einen entscheidenden Einfluss auf die Siedlungsentwicklung. 

Einfamilienhaus-Wohngebiete auszuweisen, greift zu kurz, um den Wohnraum-Bedarf der Bürger*innen für jede Lebensphase und jeden Geldbeutel zu decken.  Ein solch einseitiges Wachstum führt zu Folgeproblemen in den Kommunen, stattdessen muss es so gestaltet werden, dass die Ortskerne lebendige Treffpunkte bleiben. Die Orte sollen hierbei unbedingt ihre typischen Charaktere behalten. Wir GRÜNE wollen eine nachhaltige Entwicklung unserer Gemeinden gezielt fördern und so die Lebensqualität in unserer Gemeinde steigern. Wir nutzen dabei die kommunalen Förderprogramme und Landeswettbewerbe wie „Mehr Mitte bitte!“ oder „Starke Kommunen – Starkes Land“ um GRÜNE Schwerpunkte zu setzen und damit den Ausbau der interkommunalen Kooperation und unsere Leitlinie „Innen- vor Außenentwicklung“ zu fördern. 

Um diese Herausforderungen zu meistern, muss die VG die Ortsgemeinden und die Stadt als starke Partnerin unterstützen. 

  • Wir streben eine ökologisch- und sozialverträgliche Siedlungsentwicklung an. Hier steht die sensible Innenentwicklung unserer Dörfer vor der maßvollen Außenentwicklung, um die Umwelt zu schonen und die Ortskerne attraktiv zu erhalten.

  • Das Land stellt mit dem RAUM+Monitor ein Instrument für die Erhebung und Bewertung von Siedlungsflächenpotenzialen zur Verfügung. Mit dessen Hilfe können Leerstandskataster erstellt werden. Dies wollen wir flächendeckend nutzen und so den Leerstand innerorts bekämpfen.

  • Bei der Ausweisung von neuen Baugebieten, gilt es Grundlagen für flexiblen Wohnraum für alle Lebensphasen und von „bezahlbarem“ Wohnraum herbei zu führen.

  • Der kommunale Bodenankauf mit anschließender Vergabe nach vorgegebenen Kriterien an den Bieter mit dem besten Konzept und nicht zwangsweise nach dem höchsten Preis, wird mittlerweile von vielen Städten und Gemeinden wirksam gegen den Spekulationsmarkt angewandt. Hierfür sind Mittel und Fördertöpfe zu finden.

  • Wir wollen den Folgekostenrechner des Landes, mit dem die Kosten von Neubauprojekten auf ökologische und soziale Folgekosten geprüft werden können, bei allen Neubauprojekten anwenden.

  • Wir setzen auf die Verwendung ökologischer Baustoffe, wie Holz, bei kommunalen Bauprojekten.

Aufgabe der VG ist es, den Ortsgemeinden mit Expertise und Unterstützung bei den anstehenden Herausforderungen in der kommunalen Siedlungsentwicklung zur Seite zu stehen. Dafür stehen wir GRÜNEN in der VG Wörrstadt!

Weitere Informationen rund um unsere Themen und Köpfe findest Du immer aktuell hier auf unserer Webseite www.gruene-vgwoerrstadt.de

 



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