Koalitionsvereinbarung in der VG Wörrstadt trägt Grüne Handschrift - Grüner Beigeordneter für Biodiversität

Die Mitgliederversammlung der Grünen der VG Wörrstadt hat am 8. August  der Fraktion grünes Licht gegeben für die weitere Zusammenarbeit mit CDU und FDP als Jamaika Bündnis. Die Grüne Fraktion ist im neuen Verbandsgemeinderat mit acht Faktionsmitgliedern vertreten (21,3%), drei Sitzen mehr als in der vergangenen Legislaturperiode. Bemerkenswert ist der Frauenanteil der grünen Fraktion von 62 %  und damit weit über dem Durchschnitt kommunaler Parlamente.

Die getroffenen Vereinbarung en mit CDU und FDP tragen eine deutlich grüne Handschrift. Es wird einen Wahlvorschlag für einen grünen Beigeordneten geben, der vom VG Bürgermeister den Aufgabenbereich der Biodiversität, Gewässerunterhaltung, Renaturierung und ILEK (Integriertes ländliches Entwicklungskonzept) übertragen bekommt.

„Besonders wichtig war uns, dass der Klimaschutz stärker in den Fokus rücken muss“, so die Fraktionsvorsitzende Christine Geiger. „Das heißt, es wird einen neuen Ausschuss geben, der sich mit Klimaschutz, Umwelt und Nachhaltigkeit befasst und vom zukünftigen Grünen Beigeordneten geleitet wird."

Energie- und Verkehrswende voranbringen

Die Verbandsgemeinde hat sich in den letzten Jahren durch verschiedene Projekte verdientermaßen einen Namen in Sache Klimaschutzmanagement gemacht. Klimaschutz ist eine Querschnittsaufgabe, die eine Bewertung aller Verwaltungsbereiche und Aktivitäten auf Klimaneutralität notwendig macht. Die Grüne Null ist das erklärte Ziel. Das bedeutet in Zukunft klimaneutral zu wirtschaften. Wir müssen den Ausbau der regenerativen Energien und die Verkehrswende voran treiben, regionale und öko- logische Lebensmittel, Aufforstung und nachhaltiges Konsumverhalten fördern.

Jugend einbinden

Der grünen Fraktion ist es wichtig , dass es einen direkten Dialog mit der Friday for Future Bewegung geben wird und sich deren Forderungen in den Klimaziele n der VG Wörrstadt wiederfinden lassen. Aber nicht nur zum Thema Umwelt auch für alle Fragen in Sachen Kommunalpolitik sollen junge Menschen mehr eingebunden werden, in welcher Form, ob als Jugendkonferenz oder über soziale Medien ist am besten im direkten Dialog mit der Zielgruppe festzulegen.

Inklusionsbeauftrage(r) gefordert

Ein Schwerpunkt der vergangenen Zusammenarbeit war die Integration der Flüchtlinge und die Umsetzung der UN Behindertenkonvention. Hier gilt es weiter an den Konzepten zu arbeiten. Die Grünen plädieren für eine Position einer oder eines Inklusionsbeauftragten, der sich um die Umsetzung des Aktionsplanes mit den Akteuren vor Ort kümmert.

Last but not least, das Problem des knappen Wohnraums aufgrund des steigenden Siedlungsdruckes, muss in der kommenden Legislaturperiode auf die Prioritätenliste weit nach oben.

Dank an den ehem. Beigeordneten Karl Franz Ruggaber

Der Vorstand und die neue Fraktion dankten dem scheidenden Beigeordneten Karl Franz Ruggaber für seine Arbeit der letzten 15 Jahren. Unter seiner Federführung hat er die Verbandgemeinde in Sachen Tourismus exzellent aufgestellt und die zukünftige Zusammenarbeit mit der VG Nieder-Olm maßgeblich auf den Weg gebracht. Ein Dank gin g auch an Bernhard Bögelein und Markus Kirchhöfer für ihre langjährige konstruktive Fraktionsarbeit.

In der neuen Fraktion sind Christine Geiger, Birgit Thörle und Christoph Racky vertreten, neu dabei sind Angela Deininger, Irina Hahn, Kathrin Oehler, Milan Sell und Willi Warzas.

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